Soleerzeuger: Unterschied zwischen den Versionen

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Für die Bedienung und Handhabung des Pufferbehälters wählen sie das Thema [[Pufferbehältereinstellungen]]<ref name=":4">[[Pufferbehältereinstellungen]]</ref> bzw. [[Lager Sole]]<ref name=":5">[[Lager Sole]]</ref>[[Datei:SEZ Soleerzeuger.jpg|ohne|mini|500x500px|''Soleerzeuger mit Abschlämmschnecke Typ 1''  [[Quelle: NBS-Tec.de]]]]
Für die Bedienung und Handhabung des Pufferbehälters wählen sie das Thema [[Pufferbehältereinstellungen]]<ref name=":4">[[Pufferbehältereinstellungen]]</ref> bzw. [[Lager Sole]]<ref name=":5">[[Lager Sole]]</ref>[[Datei:SEZ Soleerzeuger.jpg|ohne|mini|500x500px|''Soleerzeuger mit Abschlämmschnecke Typ 1''  [[Quelle: NBS-Tec.de]]]]


== Kurzfunktionsbeschreibung Soleerzeuger ==
''Der Lösetrichter beinhaltet Salz als Feststoff. Durch die Lösewasserleitung, das durch das Lösewasserventil (LWV) gesteuert wird,  wird Wasser zugeführt, das Salz wird von unten nach oben durchströhmt, löst dabei das Salz auf bis eine Vollgrädige Sole von ca 26% entseht. Diese Sole wird über  Ablaufrinnen mit inneliegendem Filter und der Auslaufleitung zur Mischstrecke geführt. Vor der Mischstrecke befindet sich nochmals eine Nachlaufsicherung die den Auslauf stopt, wenn z.B. der Pufferbehälter voll ist oder die Rückspülfunktion über das Ventil RSV aktiviert wird. In der Messtrecke selbst wird in einem Mischtopf die Sole entlüftet und entsprechend Mischwasser zugeführt um die Konzentration auf die gewünschte Prozentzahl zu mindern und evtl noch vorhandene Feststoffanteile aufzulösen. Die Entlüftung ist auf Grund der Messmethode wichtig. Mitgeführte Luft im Messbereich verringert die Dichte des Mediums. Nach einer Beruhigungsstrecke wird die eigentliche Messung durcgeführt. Das erste Messgerät ist ein magnetisch induktives Durchflussmessgerät, das sowohl den aktuellen Durchfluss als auch das Produktionsvolumen ermittelt. Der zweite Sensor ist der Dichtesensor (Schwinggabelmessgerät) über diesen wird sodann die Dichte ermittelt. Das dritte Messgerät ist ein Temperatursensor für die Ermittlung der Medientemperatur. Dichtewert und Medientemperatur werden an einem im Schaltschrank befindlichen Dichterechner übermittelt und dort ausgewertet welcher die Daten dann an die Steuerung übergibt. Die Sole selbst fließt nach der Messung im Freispiegel in den Pufferbehälter und wird dort nach einerr Ruhezeit / Absetzzeit in die Lagertanks gepumpt.''
''Um ein Rücklauf der Sole ins Wassernetz bei Druckabfall zur Verhindern ist vor der Produktionslinie als Hauptventil ein Rohrtrenner angebracht. Dieser verhindert das Rückströmen von evtl. Sole in das öffentliche Wassernetz.''
''Die Mischstrecke ist so konzipiert, dass im äussersten Notfall auch ohne Dichtemessung und automatischer Mischung eine Produktion nach herkömmlicher Art bewerkstelligt werden könnte. Die zugehörigen Handventile sind für den automatischen Betrieb abgestimmt und dürfen daher erst im Notfall verändert werden.'' ''Ein Handbetrieb ist jederzeit über das HMI / der Steuerung möglich und benötigt keinen Eingriff oder Änderung in die Handbetätigten Ventile.''
''Bei der Produktion fallen Reststoffe an die entweder über eine Abschlämmeinrichtung oder händisch durch manuelles Abschlämmen entfernt werden müssen. Die Häufigkeit hängt von der Produktionsmenge und dem verwendeten Salz ab. Wichtig dai zu wissen ist, dass es je nach Salzart und Herkunft Reststoffe gibt die auch unter Wasser aushärten.''
''Beim Kleinsoleerzeuger des Typ 2 gibt es ein zusätzliches Sedimentierbecken. D.h. die Sole fließt nach der Produktion über diese Becken zur Auslaufrinne. Die Sedimentierung ist so konstruiert, dass Feinteil und Reststoffe die sich mit in der Sole befinden sich in diesem Becken absetzen bevor die Sole die Auslaufrinne erreicht. Die Reststoffe / Schlamm der sich darin bildet sollten vor der Entleerung Reinigung nochmals nachgelöst werden. Durch die Nachlösung vermindert sich der Inhalt um ca 50% bis 70% der Rest sollte dann Fachgerecht der Entsorgung zugeführt werden!''


== Mischeinrichtung ==
== Mischeinrichtung ==
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=== Rückspülen ===
=== Rückspülen ===
Über die Taste '''"Rückspülen"''' wird eine Filterrückspülung ausgelöst. Die Auslösung wird nur aktiviert wenn der Soleerzeuger sich im Produktionsprozess befindet und keine Überfüllung des Lösetrichters vorliegt. Die Rückspülung wird automatisch beendet oder durch erneutes Betätigen der Rückspültaste.
Über die Taste '''"Rückspülen"''' wird eine Filterrückspülung ausgelöst. Die Auslösung wird nur aktiviert wenn der Soleerzeuger sich im Produktionsprozess befindet und keine Überfüllung des Lösetrichters vorliegt. Die Rückspülung wird automatisch beendet oder durch erneutes Betätigen der Rückspültaste.


== Einzelnachweise / weiterführende Themen ==
== Einzelnachweise / weiterführende Themen ==

Version vom 11. August 2026, 17:45 Uhr

Soleerzeuger

Je nach Anlagentyp handelt es es Sich um einen Kleinsoleerzeuger des Typ 1 oder Typ 2 oder einen Großsoleerzeuger.

Kleinsoleerzeuger vom Typ 1:

  • Standardlösetrichter mit Abzugsrinnen und integriertem Auslauffilter
  • Puffer- / Produktionsbehälter integriert unterhalb des Lösetrichters
  • Salzvorlage in seperatem Silo
  • Ausgestattet mit einer Abschlämmschnecke

Kleinsoleerzeuger vom Typ 2:

  • Kombinierter Lösetrichter bestehen aus Lösezylinder mit umgebender Sedimentierung
  • Abzugsrinnen und integriertem Auslauffilter
  • Puffer- / Produktionsbehälter integriert unterhalb des Lösetrichters
  • Salzvorlage in seperatem Silo

Großsoleerzeuger:

  • Lösetrichter mit Standaufnehmer integriert im Salzsilo
  • Pufferbehälter als seperater Lagertank nebenstehend oder nur Lagerbehälter
  • Zusätzlicher Zargenraum

Die Funktionsweise in der Steuerung und Bedienung sind ähnlich, die Abbildung kann je nach Typ im HMI abweichen.

Die Anleitung zur Bedinung erfolgt anhand des Typs 1 da dieser mit der Abschlämmschnecke die meisten technischen Geräte aufweist.

Für die Bedienung und Handhabung des Pufferbehälters wählen sie das Thema Pufferbehältereinstellungen[1] bzw. Lager Sole[2]

Soleerzeuger mit Abschlämmschnecke Typ 1 Quelle: NBS-Tec.de

Kurzfunktionsbeschreibung Soleerzeuger

Der Lösetrichter beinhaltet Salz als Feststoff. Durch die Lösewasserleitung, das durch das Lösewasserventil (LWV) gesteuert wird, wird Wasser zugeführt, das Salz wird von unten nach oben durchströhmt, löst dabei das Salz auf bis eine Vollgrädige Sole von ca 26% entseht. Diese Sole wird über Ablaufrinnen mit inneliegendem Filter und der Auslaufleitung zur Mischstrecke geführt. Vor der Mischstrecke befindet sich nochmals eine Nachlaufsicherung die den Auslauf stopt, wenn z.B. der Pufferbehälter voll ist oder die Rückspülfunktion über das Ventil RSV aktiviert wird. In der Messtrecke selbst wird in einem Mischtopf die Sole entlüftet und entsprechend Mischwasser zugeführt um die Konzentration auf die gewünschte Prozentzahl zu mindern und evtl noch vorhandene Feststoffanteile aufzulösen. Die Entlüftung ist auf Grund der Messmethode wichtig. Mitgeführte Luft im Messbereich verringert die Dichte des Mediums. Nach einer Beruhigungsstrecke wird die eigentliche Messung durcgeführt. Das erste Messgerät ist ein magnetisch induktives Durchflussmessgerät, das sowohl den aktuellen Durchfluss als auch das Produktionsvolumen ermittelt. Der zweite Sensor ist der Dichtesensor (Schwinggabelmessgerät) über diesen wird sodann die Dichte ermittelt. Das dritte Messgerät ist ein Temperatursensor für die Ermittlung der Medientemperatur. Dichtewert und Medientemperatur werden an einem im Schaltschrank befindlichen Dichterechner übermittelt und dort ausgewertet welcher die Daten dann an die Steuerung übergibt. Die Sole selbst fließt nach der Messung im Freispiegel in den Pufferbehälter und wird dort nach einerr Ruhezeit / Absetzzeit in die Lagertanks gepumpt.

Um ein Rücklauf der Sole ins Wassernetz bei Druckabfall zur Verhindern ist vor der Produktionslinie als Hauptventil ein Rohrtrenner angebracht. Dieser verhindert das Rückströmen von evtl. Sole in das öffentliche Wassernetz.

Die Mischstrecke ist so konzipiert, dass im äussersten Notfall auch ohne Dichtemessung und automatischer Mischung eine Produktion nach herkömmlicher Art bewerkstelligt werden könnte. Die zugehörigen Handventile sind für den automatischen Betrieb abgestimmt und dürfen daher erst im Notfall verändert werden. Ein Handbetrieb ist jederzeit über das HMI / der Steuerung möglich und benötigt keinen Eingriff oder Änderung in die Handbetätigten Ventile.

Bei der Produktion fallen Reststoffe an die entweder über eine Abschlämmeinrichtung oder händisch durch manuelles Abschlämmen entfernt werden müssen. Die Häufigkeit hängt von der Produktionsmenge und dem verwendeten Salz ab. Wichtig dai zu wissen ist, dass es je nach Salzart und Herkunft Reststoffe gibt die auch unter Wasser aushärten.

Beim Kleinsoleerzeuger des Typ 2 gibt es ein zusätzliches Sedimentierbecken. D.h. die Sole fließt nach der Produktion über diese Becken zur Auslaufrinne. Die Sedimentierung ist so konstruiert, dass Feinteil und Reststoffe die sich mit in der Sole befinden sich in diesem Becken absetzen bevor die Sole die Auslaufrinne erreicht. Die Reststoffe / Schlamm der sich darin bildet sollten vor der Entleerung Reinigung nochmals nachgelöst werden. Durch die Nachlösung vermindert sich der Inhalt um ca 50% bis 70% der Rest sollte dann Fachgerecht der Entsorgung zugeführt werden!

Mischeinrichtung

Zur Mischeinrichtung gelangen Sie wenn Sie im HMI die nachfolgend aufgezeigte Grafik antippen.

Bitte machen Sie sich mit dem Thema der Mischeinrichtung[3] entsprechd vertraut.

Über die Seite der Mischeinrichtung gelangen Sie weiterhin zu folgenden Geräten:

N-oben Notbetrieb Dichtesensor (violett aktiv)
S-oben Störung Dichtesensor (rot aktiv)
%-oben Konzentrationsstörung (rot aktiv)
N-unten Notbetrieb Temperatursensor (violett aktiv)
S-unten Störung Temperatursensor (rot aktiv)
Sollwert Sole Sollwert Konzentartion Endprodukt
Sollwert Produktion Sollwert Konzentrationaktuelle Produktion


Abschlämmschnecke

Zur Abschlämmschnecke gelangen Sie im HMI durch Antippen der nachfolgend aufgezeigten Grafik.

Bitte machen Sie sich mit dem Thema der Abschlämmschnecke Einstellungen[6] entsprechd vertraut.

A Automatikbetrieb (rot deaktiviert / hellgrün aktiviert)
W Wartung (orange Wartungsmeldung)
S Störung (rot)
H Handbetrieb (orange)
Z Zulange Standzeit (orange)
N Notbetrieb violet
ABS Abschlämmbetrieb
123,00kg Menge der Reststoffe im Soleerzeuger

Ventilbezeichnungen / Flussrichtung

Bei aktiviertem Betrieb wird die Flussrichtung der Medien per hellgrünem Pfeil entlang der Leitungen angezeigt, durch antippen im HMI der aufgezeigten Grafik gelangen Sie direkt zum Gerät.

Je nach Soleerzeugertyp gibt es nachfolgend aufgelistete Ventile.

Bitte machen Sie sich mit den nachfolgenden Themen entsprechend Vertraut:

N Notbetrieb (violet)
S Störung (rot)
W Wartung (orange)
graue Statusmarken sind inaktiv
Standard optional
RT Rohrtrenner (Hauptwasserventil)
LWV Lösewasserventil (zulauf Frischwasser für Löseprozess) X
RSV Rückspülventil (wird aktiviert zur Filterrückspülung) X
NLS Nachlaufsicherung (Soleauslauf vom Soleerzeuger) X
BV Befüllventil Pufferbehälter (von Pumpstation) X
AHS Aushebesicherung Pufferbehälter Saugleitung (zur Pumpstation) X
Salz Feststoffschieber Salz X

Statusmarker

Lösetrichtermarker

N Überfüllsicherung Notbetrieb (violet)
Ü Überfüllsicherung hat ausgelöst (rot)
+29,0°C Anzeige der aktuellen Lösetrichtertemperatur

Info Wasser / Sole

Wasserzulauf Soleauslauf
aktueller Zulauf Frischwasser in Liter / Stunde aktueller Soleauslauf in Liter / Stunde
Durchflussdifferenz zum Soleauslauf in Liter / Stunde aktueller Überstaupegel im Soleerzeuger in m³

Info Pumpstation / Lager

Frg.LTB Freigabe Lagertankbefüllung
dunkelgrün Befüllung der Lagertanks ist aktiv
grau inaktiv
Für jeden verfügbaren Lagertank wird darunter das akutelle Volumen in m³ angezeigt

Siehe hierzu auch die Themen Lager Sole[2] und Lagertankeinstellungen[9] sowie Pufferbehältereinstellungen[1]

Statusleiste

Die Statusleiste rechts zeigt den Status von Funktionen und Geräten an die direkt mit dem Soleerzeuger in Verbindung stehen, grau hinterlegte Anzeigen sind inkativ.

Bedienung

Lager Befüllen

Über die Taste "Lager Befüllen" kann abhängig vom Pegel des Pufferbehälters manuell die Lagertankbefüllung ausgelöste werden!

Siehe hierzu auch das Thema Pufferbehältereinstellungen[1]

Soleerzeuger Ein / Ausschalten

Über die Taste "Soleerzeuger .... " wird der Soleerzeuger ein bzw. ausgeschaltet.

Die Taste ist nicht gleichbedeutend mit dem Ein- / Ausschalten der Produktion. Ist der Sollerzeuger ausgeschaltet wird dieser aus der Produktionsanforderung ausgenommen. Ausserhalb der Wintersaison bzw. nach dem Reinigen oder bei defkten sollte der Soleerzeuger ausgeschaltet sein.

SEZ Anfahren

Über die Taste "SEZ Anfahren" wird der Soleerzeuger nach einer kompletten Entleerung neu angefahren. Dazu wird im ersten Schritt die Mischstrecke mit Wasser gespült, dann wird Salz eingefüllt und der Löstrichter mit Wasser befüllt. Wird in der Messtrecke ein Durchfluss mit entsprechender Salzkonzentration festgestellt wird der Anfahrmodus selbsttätig abgeschaltet und in den normalen Produktionsmodus umgeschaltet.

Siehe hierzu auch das Thema Erzeugerparameter[10]

Vorortbedienung

Über die Taste "Vorortbedienung" kann die Vorortbedieneinheit des Solerzeugers aktiviert werden. Ist diese aktiv können geweisse Geräte wie Salzschieber, Erzeuger, Rüttler, usw. von der Vorortbedieneinheit aus gesteuert werden.

Die Vorortbedienung sollte generell deaktiviert sein und nur für Zwecke der Reinigung oder Wartung aktiviert werden!

Einstellungen

Produktion Starten / Stoppen

Über die die Taste "I" kann die Produktion gestartet werden und über die Taste "0" gestoppt werden.

Nicht zu verwechseln mit Soleerzeuger Ein- bzw. Ausschalten. Mit den Tasten wird lediglich der Produktionsanforderungpegel aktiviert oder deaktiviert.

Siehe hierzu auch das Thema Pufferbehältereinstellungen[1]

Rückspülen

Über die Taste "Rückspülen" wird eine Filterrückspülung ausgelöst. Die Auslösung wird nur aktiviert wenn der Soleerzeuger sich im Produktionsprozess befindet und keine Überfüllung des Lösetrichters vorliegt. Die Rückspülung wird automatisch beendet oder durch erneutes Betätigen der Rückspültaste.


Einzelnachweise / weiterführende Themen