USV Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)
Die Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) dient ausschließlich der Versorgung des 24-V-Steuerstromkreises. Sie gewährleistet bei einem Netzausfall die kurzfristige Aufrechterhaltung der Spannungsversorgung, sodass betriebsrelevante Meldungen und Fehlermeldungen sicher übertragen werden können und Ventile geschlossen werden können (Zwangsschließung[1])
Die maximale Überbrückungszeit der USV beträgt ca. 180 Sekunden. Eine längerfristige Versorgung der Anlage ist nicht vorgesehen.
Es kommen Kondensator basierende USV-Systeme zum Einsatz. Der Energiespeicher ist daher insowiet wartungsfrei. Die jeweils gültigen Herstellerangaben hinsichtlich Betrieb, Wartung und Lebensdauer sind zu beachten. Die maximale empfohlene Einsatz- bzw. Lebensdauer der USV beträgt 7 Jahre, sofern der Hersteller keine abweichenden Vorgaben macht. Nach Ablauf dieses Zeitraums ist ein Austausch der USV bzw. der Energiespeicher gemäß den Herstellerempfehlungen durchzuführen.
Zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft ist die USV mindestens einmal jährlich, vorzugsweise vor Beginn der Wintersaison, einer Funktionsprüfung zu unterziehen. Dabei sind insbesondere die Pufferfunktion, die Meldungsübertragung sowie der allgemeine Betriebszustand zu überprüfen und zu dokumentieren.
Was ist bei Stromausfall zu beachten
Feststoffschieber (Salzschieber)
Bei Stromausfall sind die Feststoffschieber zu prüfen ob diese geschlossen sind, da diese mit einem Motor ausgestattet sind der mit Netzspannung betrieben wird.
Siehe hierzu das Thema Feststoff- / Salzschieber[2]
Lecküberwachung / Überfüllsicherungen
Die Sicherheitseinrichtungen wie Lecküberwachung und Überfüllsicherungen sind bei einem Stromausfall außer Betrieb, weshalb die Anlage insbesondere die Soleerzeuger überprüft werden müssen, ob diese in einem Betriebssicheren Zustand sind. Durch ein geöffnetes Feststoffventil könnte Salz in die Soleerzeuger nachfließen was evtl. zum Überlauf in den Pufferbehältern führen kann. Diese können nicht mehr automatisch entleert werden, da die Pumpen nicht einsatzbereit sind.
Bei Längeren Abschaltungen sind die Lager und Produkionsbehälter täglich einer Sichtprüfung zu unterziehen, da die Leckageüberwachung ausser Betrieb ist.
Frostschutz
Bei Stromausfällen die länger als 1 Stunde anhalten, sind wasserführende Leitungen abzustellen und zu entleeren, da die Begleitheizungen nicht funktionieren.
Nach dem Stromausfall
Bei Wiedereinschalten der Anlage nach einem Netzausfall oder manuell ist die Anlage auf Funktionsfähigkeit zu prüfen, bitte hierzu im Meldecenter die Störungs- und Statuslisten sichten, gegebenfalls die Störungen reseten und darauf achten das nach einem Störungsreset keine Störungen mehr anliegen.
Beachten Sie hierzu die Themen Meldecenter[3] und Störungsebenen und Quittierung[4]
Manuelles Abschalten
Die Steuerung verfügt über drei Hauptstromkreise:
- Lecküberwachung / Überfüllsicherungen (ohne Hauptschalter nur abschaltbar über die Leitungsschutzschalter im Verteiler)
- Allgemeinteil (Heizung / Lüftung / Steckdosen / Licht) abschaltbar über den Hauptschalter Allgemeinteil
- Steuerung (Pumpen / Ventile / Steuerung / Messung) abschaltbar über den Hauptschalter Steuerung / Last.
Beachten Sie bitte, dass bei der Abschaltung des Steuerungsteiles die Heizung und Lüftung in den Notbetrieb geschaltet wird. Im weiteren kann es bis zu 5 Minuten nach dem abschalten dauern bis die Anlage / Steuerung heruntergefahren ist, da die USV die Anlage zuerst in einen betriebssicheren Zustand fährt.
Die Anlage ist auf Grund der Überwachungseinrichtungen für den Dauerbetrieb konzipiert und sollte auch ausserhalb der Saison nicht abgeschaltet werden. Bei längeren Standzeiten können an Pumpen und Ventilen Schäden entstehen.
Betrieb mit Notstromeinspeisung
Der Betrieb ist mit einer Notstromeinspeisung möglich. Beachten Sie dabei, dass die Anlage in Volllast einen Energiebedarf von rund 15-18KW hat, je nach Ausstattung.
Möchten Sie Ihre Anlage mit einem Stromerzeuger betreiben, beachten Sie bitte dass das Gerät für den Betrieb elektronischer Geräte geeignet. ist.
Ist die Leistung Ihres Erzeugers nicht auf die max. zu erwartende Last der Anlage ausgelegt, kann eine Anpassung der Software erfolgen, hierbei werden im Falle des Notstrombetriebes priorisierte Lastabschaltungen in der Anlage durchgeführt, somit wäre ein Betrieb im minimalen Bereich der Lastaufnahme möglich.
Ist der Betrieb eines Notstromagregates geplant informieren Sie uns bitte darüber um entsprechend mit Ihnen das passende Konzept entwickeln zu können.